Über jeden Verdacht erhabene Kritik: Emilia Clarke betäubt in Backwoods True Crime Thriller

Emilia Clarke hebt im Alleingang Über jeden Verdacht erhaben mit einer düsteren und brutalen Performance. Der Film basiert auf einem berüchtigten wahren Verbrechen, das vor Jahrzehnten in den Hinterwäldern der Appalachen stattfand. Eine illegale Affäre zwischen einem Informanten und einem FBI-Agenten gerät außer Kontrolle mit tragischen Folgen. Über jeden Verdacht erhaben ist voller Drogen, Sex und Gewalt, spielt sich aber wie ein kitschiger Kabelfilm der Woche ab.


Emilia Clarke spielt Susan Smith. 1988 lebte Smith mit ihren beiden Kindern und dem Ex-Ehemann des Drogendealers Cash (Johnny Knoxville) in einem Wohnwagensiedlung in Pikeville, Kentucky. Sie wurde regelmäßig geschlagen, war kokainsüchtig und ein Sozialhilfebetrüger, um ihre Familie zu unterstützen. Smith sehnte sich nach einem besseren Leben, konnte aber der Doline ihrer Umgebung nie entkommen. Sie und Cash veranstalteten Drogenpartys mit lokalen Hooligans.

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Jack Huston spielt Mark Putnam, einen kürzlich beförderten FBI-Agenten mit einer jungen Frau (Sophie Lowe) und einer neugeborenen Tochter. Putnam verachtete seinen Transfer nach Pikeville, sah darin aber eine Chance zum Aufstieg. Ein Bankräuber hatte elf Banken in der Umgebung getroffen. Bei der Recherche des Verbrechens kam er mit Cash und Susan Smith in Kontakt. Putnam erkennt bald, dass Susan am Knotenpunkt von Drogen und Diebstahl lebte. Sie war ganz hingerissen von dem gutaussehenden Putnam. Aber ein FBI-Informant zu werden, war ein gefährliches Geschäft. Schnatze wurden verachtet und hielten sich in den Hügeln von Kentucky nicht lange auf.

Über jeden Verdacht erhaben gelingt es erschütternde Darstellung von Susan Smith . Sie war ein Produkt ihrer Umgebung. Kriminalität, häusliche Gewalt und Sucht waren ein akzeptiertes Schicksal; irgendetwas, um die Plackerei ihrer Existenz zu dämpfen. Mark Putnam repräsentierte einen sauberen, raffinierten Ausweg. Er war alles, wovon sie bei einem Mann geträumt hatte. Sie sah durch ihn ein besseres Leben für sich und ihre Kinder. Putnam war berauscht von ihrer schwelenden Sexualität und ihrer Fähigkeit, seine beruflichen Ziele voranzutreiben. Der Film definiert klar ihre unterschiedlichen Agenden. Sie brauchte dringend eine Flucht, wurde aber unaufhaltsam weiter in eine schlimmere Situation hineingezogen.

Über jeden Verdacht erhaben legt viel Wert auf anzügliche Details, aber nicht genug auf die Darstellung. Die Nebenfiguren sind entweder Hinterwäldler Polizisten oder koksschnupfende Idioten. Smiths Schwester (Thora Birch) hat einen Anschein von Normalität, bekommt aber nur wenige Minuten Bildschirmzeit. Der australische Regisseur Phillip Noyce ( Patriot-Spiele , Der Knochensammler ) verzettelt sich im Schmutz der Erzählung. Zu viel Charakterentwicklung bleibt auf dem Tisch. Eine anfänglich faszinierende Szene zwischen Smith und Putnams Frau hatte die Möglichkeit ernsthafter dramatischer Tiefe. Aber anstatt weiter zu forschen, rücken die Tölpeldrogen und der Sex wieder in den Vordergrund.


Emilia Clarke zeigt eine erhebliche Bandbreite in dieser mutigen Rolle. Sie porträtiert Susan Smith als verzweifelt, naiv und töricht ungestüm. Clarke wird in mehreren anschaulichen, magenverdrehenden Szenen zu Brei geschlagen. In diesem Film gibt sie alles. Sogar ihr südländischer Akzent ist makellos. Sie könnten nicht weiter weg von Game of Thrones ' die drachenreitende Daenerys Targaryen oder die schießwütige Sarah Connor Terminator Genisys . Über jeden Verdacht erhaben ist als Schaufenster ihres Talents sehenswert. Der Film läuft derzeit in den Kinos und ist als digitaler Download bei Lionsgate mit einer DVD/Blu-ray-Veröffentlichung am 18. Mai erhältlich.