The Visit Review: M. Night Shyamalan scheitert erneut

M. Night Shyamalans Der Besuch wurde von einigen Kritikern als Rückkehr zur Form für die Viel gefeiert verleumdeter Filmemacher . Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. The Visit ist ein weiterer kläglicher Auftritt eines Regisseurs, der uns mit schrecklichen Filmen überschwemmt hat. Es erreicht nicht ganz die Tiefen von Das Geschehen oder Der letzte Luftbändiger , gnädigerweise. Es ist eine andere Spielerei , Salontrickfilm. Das „Twist“-Ende von Shyamalan ist innerhalb der ersten zehn Minuten offensichtlich. Es gibt einige humorvolle Momente und die jungen Hauptdarsteller sind gut besetzt. So hoch kann mein Lob für The Visit nicht gehen.


Olivia DeJonge und Ed Oxenbould spielen Becca und Tyler. Frühreife Geschwister, die zum ersten Mal ihre Großeltern im ländlichen Pennsylvania besuchen. Die Hintergrundgeschichte ist, dass ihre Mutter (Kathryn Hahn) seit fünfzehn Jahren von ihren Eltern entfremdet ist. Die Kinder wollen ihre Großeltern kennenlernen und ihrer Mutter erlauben, mit einem neuen Freund auf eine einwöchige Kreuzfahrt zu gehen. Die Kinder werden abgeholt Nana (Deanna Dunagan) und Pop Pop (Peter McRobbie) mit Fanfaren am Bahnhof. Pflichtbewusst dokumentiert von den Kindern, die einen Film über das lang ersehnte Wiedersehen drehen.

VERBUNDEN: Gewinne The Visit, Sinister 2 & Green Inferno auf Blu-ray

Nana und Pop zeigen vom ersten Tag an ein seltsames Verhalten. Aber es sind ihre nächtlichen Aktivitäten, die die Kinder wirklich verwirren und erschrecken. Dies ist eine spoilerfreie Rezension, also müssen Sie The Visit sehen, um die Regeln von Pop Pop zu lernen. Im Laufe der Woche werden die Kinder immer überzeugter, dass mit ihren Großeltern etwas schrecklich nicht stimmt. Per Skype äußern sie ihre Ängste gegenüber ihrer Mutter, die aber alles bis ins hohe Alter ankreidet.

Ich ging hinein Der Besuch völlig kalt. Ich hatte nur das Plakat gesehen. Der Found-Footage-Aufbau der Geschichte hat mich völlig überrascht. Die Tatsache, dass die Kinder filmen, führt zu den erforderlichen verzerrten Kamerawinkeln und dem Fehlen einer Steadycam. So hat man Szene für Szene hüpfende Bilder, die die Spannung erhöhen sollen, aber eigentlich nur höllisch nervig sind. Dieses Found-Footage-Genre, das den Horror überholt hat, muss enden. Ein Kinobesuch sollte nicht wie das Anschauen eines Amateurfilms sein. Es ist ein weiteres dummes Gimmick, das sehr schnell alt wird.

Aussetzung des Unglaubens muss hier aus dem Fenster geworfen werden. Noch einmal, keine Spoiler, aber es ist unmöglich, sich vorzustellen, dass Kinder unter diesen Umständen ohne Wissen darüber zurückgelassen werden, was sie erwartet. Dies ist alles Futter für den großen Drehbuchfehler, der die Prämisse aufrechterhält. Nur die Ersteinrichtung des Besuchs der Kinder bei den Großeltern ist unkompliziert. Aber selbst als sich das Rätsel entfaltet, verhalten sich alle Charaktere völlig unlogisch. Sie haben die ständige Bestätigung, wie allein die Kinder sind. Die Charaktere erklären wiederholt, dass es keinen Handyempfang gibt und die Stadtpolizei ein Ein-Mann-Geschäft ist. Shyamalan buchstabiert buchstäblich, dass sie gefangen sind.


Alle Schrecken sind Lehrbuch. Es ist dunkel, ein schneller Schnitt oder Sprungschnitt, dann springt einem etwas ins Auge. Gruselige Musik baut sich auf, wird leise, dann voila, du hast Angst. Es ist eine Übung in Unoriginalität. Zugegeben, einige Zuschauer waren betroffen, aber jeder Horrorfan würde über die Kitschigkeit nur ein Kichern aufbringen.



Der erfolgreichste Teil von The Visit ist der Humor. Tyler ist ein Möchtegern-Rapper. Seine komischen Reime und ethnischen Emulationen sind lustig. Eine deprimierende Nebengeschichte darüber, dass ihr Vater sie verlassen hat, lässt den Humor fast versinken. Aber Shyamalan weiß, wo die Stärke seines Films liegt. Das Rappen und die echte Geschwisterchemie zwischen den jungen Schauspielern tragen zur Glaubwürdigkeit bei.


Der Besuch war sehr schwer zu überstehen. Die Wendung ist schon früh offensichtlich, dann sind es qualvolle neunzig Minuten, in denen man beobachtet, wie die Charaktere das Offensichtliche für sich entdecken. Shyamalan, wie in Der sechste Sinn Sie will diesen Auszahlungsmoment der Erkenntnis. Es fällt wie ein Schlag in den dritten Akt, weil es keine clevere Enthüllung ist. The Visit ist eine weitere Kerbe in Shyamalans Gürtel der schlechten Filme. Aber wie ein missbrauchter Ehepartner gehen wir immer wieder zurück, um mehr zu erfahren.